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In-vitro-Fertilisation (IVF) - ICSI

Bei einer In-vitro-Fertilisation (IVF) werden die Eizellen oder Oozyten aus den Eierstöcken entnommen und anschliessend mit den Spermien im Labor befruchtet. Schliesslich werden die daraus entstanden Embryos in die Gebärmutter der Frau übertragen.                                                             Dieser Prozess kann mit dem Samen des Partners oder mit Spendersamen durchgeführt werden.

In-vitro-Fertilisation (IVF) - ICSI Schritt für Schritt

Die Hormontherapie während der IVF ist komplizierter als im Fall der intrauterinen Insemination. Die IVF hat zwei Aufgaben: einerseits die Stimulation der Eierstöcke, damit diese mehr Eizellen produzieren und andererseits die Verhinderung des frühzeitigen Einsetzens der Ovulation, bevor die Eizellen entnommen werden konnten. Es existieren unterschiedliche Medikamente und Strategien, die genutzt werden können, um diese beiden Ziele zu erreichen: ovarielle Stimulation und die Kontrolle der Ovulation. Auf der Grundlage der unterschiedlichen Untersuchungen und der Krankengeschichte des Paares wird ein persönlicher Plan erstellt und die Medikamente werden ausgewählt. 

Während der Stimulation der Eierstöcke werden die Frauen sorgfältig überwacht, unter anderem durch vaginale Ultraschalluntersuchungen und Hormonanalysen. Die erste Ultraschalluntersuchung findet zu Beginn der Stimulation der Eierstöcke statt. In den nächsten 8 bis 12 Tagen folgen zwei bis drei Untersuchungen, um das Follikelwachstum zu kontrollieren. Die Dosis der Gonadotropine hängt von den Ergebnissen der Ultraschalluntersuchung und der Blutanalyse ab. Gegebenenfalls kann der Zyklus gestoppt werden, falls das Ergebniss der Hormontherapie unzureichend ist. Wenn mindestens drei Follikel den Reifepunkt erreicht haben, wird die Entnahme der Eizellen geplant. Die endgültige Reife der Follikel wird durch die Injektion von HCG, 36 Stunden vor der Entnahme der Eizellen erreicht.

Die Entnahme der Eizellen dauert normalerweise fünf bis zehn Minuten, hängt jedoch von der Anzahl der Follikel ab. Üblicherweise geschieht dieser Vorgang unter Sedierung und Analgetika (Schmerzmitteln), die subkutan injiziert werden. Dies geschieht selbstverständlich unter ständiger Kontrolle eines Anästhesisten. Auf Wunsch des Patienten kann die Entnahme auch ohne Sedierung erfolgen. Wir empfehlen diese jedoch nicht, da es für uns sehr wichtig ist, dass sie sich während der Entnahme wohlfühlen und ihre Behandlung eine positive Erfahrung ist. Wir bemühen uns besonders darum, jegliche Unannehmlichkeiten für unsere Patienten zu verhindern.
Der Eingriff erfolgt mit einer feinen Nadel, die von einer Sonde geführt wird. Es werden alle Follikel der beiden Eierstöcke punktiert und die Flüssigkeit aus dem Inneren abgesaugt. Die Follikelflüssigkeit wird von Biologen gründlich unter dem Mikroskop untersucht um festzustellen, ob Oozyten vorhanden sind. So können die Biologen bestimmen, ob diese reif und für die Befruchtung geeignet sind oder nicht. Die Dauer der Erholung nach der Entnahme beträgt zwischen einer und zwei Stunden. Manchmal kommt es zu einer leichten Blutung nach der Entnahme der Eizellen, aber das ist normal. Ein Unwohlsein mit Beschwerden im Beckenbereich können bis zum nächsten Tag anhalten, aber im Normalfall bekommen wir diese mit Schmerzmitteln in den Griff (Paracetamol oder Nolotil®). Am darauffolgenden Tag sollte es möglich sein, dem normalen Alltag nachzugehen.

Klassische IVF

Die durch die Punktion gewonnenen Eizellen werden auf Petrischalen übertragen, die mit einem Nährboden ausgestattet sind, der alle notwendigen Nährstoffe für das Wachstum enthält. (Die Eizellen werden mit dem aufbereiteten Sperma in einem Reagenzglas zusammengebracht.) Kurz darauf werden die Spermien hinzugefügt, damit die Befruchtung stattfindet. Die Petrischalen werden in Brutkästen aufbewahrt. Diese Vorgehensweise wird klassische IVF genannt. Es gibt eine weitere Möglichkeit Eizellen zu befruchten, die ICSI, auf die im folgenden Text genauer eingegangen wird.

ICSI

Die heutzutage genutzte Methode zur Befruchtung der Eizellen ist die ICSI (kurz für Intrazytoplasmatische Spermieninjektion). Zuerst werden die am besten geeigneten Spermien ausgewählt. Sobald sie ausgesucht wurden, werden sie mit Hilfe eines wohldurchdachten Mikrosystems mikroinjiziert und gelangen so in die reife Eizelle. Die Methode wird angewandt, wenn nur eine geringe Anzahl an Spermien existiert oder deren Qualität nicht ausreichend ist, im Fall einer Hodenbiopsie, bei vorherigen Misserfolgen der klassischen IVF, oder bei einer geringen Fertilitätsrate. Dieses Verfahren ist weit verbreitet und wird in den meisten Fällen für die Befruchtung genutzt, da sie eine hohe Erfolgsrate verspricht.
Die Implantation der Embryonen findet zwischen zwei bis sechs Tagen nach der Entnahme der Eizellen statt. Die Entscheidung über den Zeitpunkt wird individuell getroffenen und hängt von der Anzahl und Qualität der Embryonen ab. Auch die Entscheidung über die Anzahl der Embryonen, die eingesetzt werden sollen, wird individuell gefällt und hängt vom Alter der Frau, den vorherigen Schwangerschaften, den vorangegangenen Untersuchungen und der Qualität der Embryonen ab. Jedem Paar wird vor der Behandlung und noch einmal im Moment der Implantation empfohlen, welche Anzahl an Embryonen übertragen werden sollte, um das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft möglichst gering zu halten, und die Möglichkeit einer Schwangerschaft zu maximieren.
Zum Zeitpunkt der Embryonenimplantation werden die Embryonen durch einen hauchfeinen Katheter in die Gebärmutterhöhle übertragen. Dieser Vorgang dauert ungefähr 15 Minuten, läuft ohne jegliche Beschwerden ab und benötigt keine Anästhesie. Nach der Übertragung verbleibt die Patientin noch 15 Minuten im Ruheraum. Danach kann der Alltag wieder aufgenommen werden.

Der Schwangerschaftstest wird zwei Wochen nach dem Transfer der Embryonen durchgeführt. Sollte dieser positiv ausfallen, folgt nach zwei weiteren Wochen die erste Ultraschalluntersuchung, um die fortlaufende Schwangerschaft zu bestätigen. 

Wann wird eine IVF empfohlen?

Die Behandlung mit der IVF erfolgt, wenn Verletzungen der Eileiter, stark ausgeprägte männliche Unfruchtbarkeit gegeben ist, schwere Endometriose oder zu geringe ovarielle Reserve vorliegen oder andere Behandlungen fehlgeschlagen sind.

Medikamente während der IVF
Risiken der Behandlung
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Kostenvoranschlag In-vitro-Fertilisation (IVF)

Ablauf

Voruntersuchung
Stimulation
Follikelpunktion (Follikelentnahme)
Implantation
Nachsorge

*Bei Spendersamen müssen 360€ zusätzlich beglichen werden

Enthaltene Dienstleistungen

Beratung zur Klärung des Falles und Planung des Ablaufs  

Ultraschalluntersuchungen (unbegrenzt in iGin)
Hormonuntersuchungen (unbegrenzt in iGin)
Punktion - Follikelentnahme
Anästhesie - Sedierung
Erholung in der Klinik
Implantation der Embryos (1 bis 2 Embryos)
Erholung in der klinik
Vitrifizierung der restlichen Embryonen (unbegrenzt)
BHCG - Blutanalyse zur Feststellung der Schwangerschaft (unbegrenzt in iGin)
Nachbesprechung
Aufbewahrung der eingefrorenen Eizellen für zwei Jahre
Betrag     4.295€
  • Festpreis: dieser Kostenvoranschlag beinhaltet einen Festpreis, der jedoch gemäss zusätzlicher medizinischer Notwendigkeiten, variieren kann.
  • Gültigkeit: dieser Kostenvoranschlag hat eine Gültigkeit von 6 Monaten ab dem Erstellungsdatum.

  • Nicht enthaltene Dienstleistungen: Dienstleistungen, die nicht im Kostenvoranschlag aufgeführt werden, sind im Festpreis nicht mit eingeschlossen und müssen extra verrechnet werden. Bitte fragen bei unserer Patientenverwaltung nach.

  • Medikation: In keinem Fall ist die Medikation enthalten, diese geht zu Lasten der Patienten.

  • Abbruch von Seite des Patienten: Bricht der Patient die Behandlung ab, muss er die bis zur Unterbrechung entstandenen Kosten tragen.

Über uns

In unserem Zentrum für Frauenheilkunde sind wir in Gynäkologie, Geburtsthilfe und Reproduktionsmedizin spezialisiert.